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Samuel Beckett

Warten auf Godot

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Er wird nicht kommen, dieser ominöse Godot, aber erwartet wird er trotzdem. Vielleicht lieber gehen? Aber was, wenn er doch kommt? In diesem Dilemma stecken Wladimir und Estragon fest, es gibt kein Vor und kein Zurück.

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Maximal oszilliert die Handlung von SAMUEL BECKETTS Theaterstück WARTEN AUF GODOT zwischen einem desillusionierenden „noch nicht“ und einem hoffnungsvollen „sicher bald“. Die beiden Protagonisten sitzen ihre Zeit ab, sitzen ihre Existenz aus: In einer leeren Landschaft vertreiben sie sich die Zeit mit Spielchen und spüren Erinnerungen nach, die sich mehr und mehr abnutzen.
Mit diesem Herzstück des absurden Theaters beschrieb Beckett 1948, als die Wunden des Zweiten Weltkriegs noch frisch waren, die Sehnsucht des Menschen nach einer unbestimmten Erlösung, die ihn von der ewigen Frage nach dem Sinn des Daseins befreit. In unserer Zeit des medialen Dauerfeuers scheint die Diktatur der einfachen Antworten besonders attraktiv. Regisseurin Sandra Strunz inszeniert Becketts ungebrochen erfolgreiches Werk als Bestandsaufnahme der Moderne, in der sich die erwarteten Erlöser stetig multiplizieren und in der vielen von uns das Handeln trotz besseren Wissens so schwerfällt.

Preiskategorien: 22,- | 28,- | 32,-

großer Saal

Veranstalter: Ernsting Stiftung Alter Hof Herding

Pressestimmen

„… wir sehen sehr genau, dank der tief lotenden Personenführung der Regie und ihrer überzeugenden Umsetzung durch vier glänzend kooperierende Schauspieler, was im Innern der Figuren vor sich geht. Matthias Breitenbachs Estragon versucht noch stark, Ausdauer und Haltung zu bewahren, während Martin Weigels weicher und weitgehend entmutigter Wladimir der ganzen Misere am liebsten entrinnen würde, wenigstens im Schlaf. Ihre heillose Verstörtheit und ihre Ängste bis hin zur Panik-Attacke äußern sich stumm, aber dafür umso heftiger in rein körperlichen Reaktionen. Anrührend auch, wie sie in der Sehnsucht nach Umarmung nur mühsam den Weg zueinanderfinden. Die wenigen Momente, wo es ihnen gelingt, sich ganz nahe zu sein in einem gegenseitigen Prozess des Anlehnens, Stützens und Tragens, sind Höhepunkte der Aufführung. In dieses subtil-tragikomische Clownsspiel auf hohem Niveau bricht mit großem Getöse das Duo Pozzo/Lucky ein, grandios verkörpert von Robin Krakowski als Underdog, der den ganz in Gold gekleideten Samuel Koch auf einem um die Brust geschnallten Stuhl vor sich herträgt.“
Rhein-Neckar-Zeitung

Mitwirkende:

  • Matthias Breitenbach
  • Samuel Koch
  • Robin Krakowski
  • Karsten Süßmilch
  • Martin Weigel

Inszenierung:

  • Sandra Strunz

Theater:

  • Nationaltheater Mannheim