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Konzert theater coesfeld

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Lauttencompagney Berlin - Michael Trischan - Robert Sellier

Errette mich von den Einhörnern! Luther im Original

Bildergalerie

Eine musikalische Lesung mit Deutschen Tenorliedern des 16. Jahrhunderts.

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Ist das original LUTHER? Hat Luther das wirklich so gesagt? Das kann doch nicht von Luther sein?! Die Frage danach, was der Reformator wirklich gesagt haben soll, ist so alt wie die Reformation selbst.
Der aus Funk und Fernsehen bekannte Schauspieler MICHAEL TRISCHAN („In aller Freundschaft“) hat sich die gesammelten Werke Luthers vorgenommen und versucht, einen Luther im Originalton zu finden. Und siehe da! Luthers Sprache wimmelt im Original von erfundenen Einhörnern und Hexen, Zoten, Banalitäten und wendigen Klugheiten! Luther kann äußerst grob sein, versoffen, paranoid, voller Hass – und dann wieder voller musikalischer Schönheit, Zärtlichkeit und Präzision. In seinem Sendbrief vom Dolmetschen zeigt er sich als grandioser Übersetzer, der weiß, dass es das viel beschworene Original gar nicht gibt. Es gibt immer nur die nächste und nächste Mundart. Hier steht es so. Aber es könnte auch anders heißen ... Errette uns von den Einhörnern!
Die Musik zu diesem Programm gestalten der Tenor ROBERT SELLIER und die renommierte LAUTTEN COMPAGNEY BERLIN. Sie widmen sich dem deutschen Tenorlied. In Kombination mit Luthers „Originaltexten“ laden die ‚frischen teutschen Liedlein‘ seiner Zeitgenossen Georg Forster, Ludwig Senfl und Heinrich Isaac zu einer erfrischenden Reise in die Zeit der Reformation ein.

Preiskategorien: 25,-

großer Saal

Veranstalter: Ernsting Stiftung Alter Hof Herding

Pressestimmen

Ausverkauft! Mehr als 130 Zuhörer haben sich Konzert und Lesung über den ‚wilden Luder‘
am Sonntag in der Kirche in Saxdorf nicht entgehen lassen. Im Zusammenspiel von Musik,
ausdrucksstarkem Gesang und sowohl nachdenklich stimmenden, aber vor allem heiteren
Texten ist es ein anregender Nachmittag, der allen Akteuren minutenlangen Applaus
einbringt.“
Frank Claus, Lausitzer Rundschau, 5. Juli 2017

„Kobow, einer der gefragtesten Interpreten der Lieder dieser Zeit, ist mit seinem schlanken
Tenor idealer Gestalter der an Cantabilität und Figurenwerk reichen Gesangsliteratur. Mit
den an diesem Abend ins Blickfeld gerückten Text-Collagen entfaltete der Schauspieler
Michael Trischan ein facettenreiches, lebensnahes Bild des Reformators. Kurzweilig auch so
manch infrage gestelltes, vermeintlich originales Luther-Zitat. Das gab dem Ganzen Farbe.“
Cuxhavener Nachrichten, 4. November 2017


„Michael Trischan, einem Millionenpublikum durch seine Rolle in der Serie ‚In aller
Freundschaft‘ bekannt, schlüpfte am Stehpult in die Rolle Luthers. Und zwar derart
inbrünstig, dass Intendant Ulrich Fischer während der Pause regelrecht ins Schwärmen
geriet. ‚Dass die Musiker gut sind, wusste ich ja. Aber von ihm bin ich total begeistert. Ihn
müssen wir unbedingt noch einmal herholen‘, sagte Fischer. ‚Wohl an‘ hätte Luther da
gefordert. Denn hier schienen sich zwei zu finden. ‚So ein wunderschönes Theater und so ein
dankbares Publikum. Hier würde ich gern mal eines meiner Programme spielen‘, bekannte
Trischan, der sich an manchen Stellen des Abends regelrecht in einen Rausch gespielt und
so nicht nur beim Publikum, sondern auch bei seinen musikalischen Mitstreitern für
Verzückung gesorgt hatte. Mit Tenor Jan Kobow fand sich an diesem Abend zudem ein
stimmlich hervorragend disponierter Mann, der die Rolle von Luthers Sohn Hänschen
besetzte“
Detlef Liedmann, Mitteldeutsche Zeitung, 30. Oktober 2017


„Einen gut gewürzten Lutherabend gab es jetzt in der Schwabenlandhalle. Gemeinsam mit
dem Schauspieler Michael Trischan präsentierte die Berliner Lautten Compagney in zwei
temporeichen Bühnenstunden einen Luther mit Witz und Schmackes und hervorragend
arrangierter Musik der Zeit. Trischan agierte als Luther höchstpersönlich, offerierte dessen
Originaltexte mit kräftiger, sonorer Stimme, mit reichlich Temperament und Feuer. Die ganz
launige Textsammlung war in ein musikalisches Szenario gebettet, das nicht spritziger hätte
sein können. Auch Werke des Hofkomponisten Ludwig Senfl bot das erfahrene musikalische
Berliner Ensemble in virtuoser, sehr unterhaltsamer Manier. Jan Kobow mit seinem hohen,
gradlinig geführten Tenor ergänzte Trischans Rezitation fein und gekonnt im lebhaften
Gesangsduktus. Großer Beifall.“
Ursula Quast, Waiblinger Kreiszeitung, 24. Oktober 2017


„Aber wer gekommen war, erlebte einen eindringlichen Abend. Luther im Original war
angekündigt und Michael Trischan – bekannt aus der TV-Serie „In aller Freundschaft“ –
zitierte die schillernde, ja widersprüchliche Persönlichkeit mit polternden und derben,
feingeistigen und wohl gedrechselten Worten. Musikalisch erfrischte die Lautten Compagney
Berlin mit ihrem impulsivenSpiel im Stil der fahrenden Musikanten aus der Epoche der Zeitenwende zwischen Mittelalter und Neuzeit. Passende „Teutsche Liedlein“ steuerte der
Tenor Robert Sellier bei.“
Brigitte Hess, Fellbacher Zeitung, 23. Oktober 2017


„In gekonnter Manier erweckte Michael Trischan die elf mehr oder weniger repräsentativ
ausgewählten Episoden aus dem Leben des Mansfelders zum prallen Leben, vermochte
Luthers Wortgewalt in die Gegenwart zu holen. Die Tenor-Lieder dazu sang Robert Sellier in
feiner Manier, gefiel bei 'Nun freut euch lieben Christen gmein', welches den Rahmen abgab,
genau so wie im frivolen 'Es hett ein Biedermann ein Weib'. Musik und Text waren komplett
von Wolfgang Katschner dramaturgisch durchgestaltet, bis hin zur schreienden Hexe
(Annette Rheinfurth). Katschner, der auch im Orchester die Laute spielt, ist es mit dieser
neuen Fassung gelungen, ein farbiges, vielfältiges Bild der Lutherzeit zu kreieren, bei der
sowohl der Text die Musik kommentiert als auch umgekehrt die Musik den Text. Am
deutlichsten wurde das an der Stelle, als das Einhorn in Form eines grollenden nimmer
enden wollenden Percussion-Trommelsolos (Sebastian Flaig in Bestform) durch Luthers
Leben galoppierte. Ein starkes Element der Spannung, die sich durch den ganzen
Nachmittag wälzte.“
Manuel Stangorra, Klassik.com, 19. September 2017


„Mit sanften Klängen führten die Musiker der lautten compagney Berlin die Zuschauer in der
Sankt Marienkirche zurück in das Jahr 1524, als das ‚Geystliche gesangk-Buchleyn‘ in
Wittenberg erschienen war. Kongenial und emphatisch meisterte Schauspieler Michael
Trischan die Wiedergabe der Worte, Aussprüche und Reden Luthers, der bekanntermaßen
grobschlächtig und cholerisch sein konnte. Mal aufbrausend und kräftig, dann wieder
verhalten und im feinfühligen Wechselspiel mit den Klängen der lautten compagney und
Tenor Robert Sellier zelebrierte Trischan die agilen Luther-Partien – wohl wissend und
mitteilend, das immer wieder hinterfragt wird, was der Reformator denn nun tatsächlich
wortwörtlich gesprochen hat und was ihm nur angedichtet wird.“
Olav Schröder, Märkische Onlinezeitung MOZ.de, 18. September 2017


„Vor allem aber führte Schauspieler Trischan an diesem Abend die Sprachgewalt des
Reformators vor. Er wolle aus Luthers Leseworten ‚Lebeworte‘ machen, versprach er. Das
gelang ihm vorzüglich. [...] Jan Kobows Tenor ist ungemein schlank, ja zart, was zu diesem
musikalischen Stil hervorragend passt. Darauf stellten sich die hochprofessionellen
Instrumentalisten der lautten compagney perfekt ein, sodass Kobows feiner,
ausdrucksstarker Gesang nirgends übertönt wurde. Information, Emotion und
selbstverständlich auch Unterhaltung: Daswar in diesem zu weiterer Lektüre anregenden
Programm klug gemischt. Dementsprechend lange und lautstark tönte der Schlussbeifall.“
Michael Schäfer, Alfelder Zeitung, 31. Juli 2017

Text und Szene:

  • Christian Flilips

Konzept und Musikdramaturgie:

  • Wolfgang Katschner