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Konzert theater coesfeld

Das Teufelsgespräch

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Bereits 1904 hielt Thomas Mann den Gedanken einer fiktiven Komponistenbiographie als moderne Variante der Faust-Sage in seinem Notizbuch fest: "Figur des syphilitischen Künstlers als Dr. Faust und dem Teufel Verschriebener. Er darf in entzückender Begeisterung geniale, wunderbare Werke schaffen.

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Nahezu vierzig Jahre später, im amerikanischen Exil, beginnt der Autor schließlich mit der Niederschrift des Romans "Doktor Faustus" zu einem Zeitpunkt, als Europa im Krieg liegt und sein literarisches Vor-haben dem Lebensgefühlr allgemein entspricht: schwer, düster, unheimlich, traurig. Der Musiker, Komponist, Musiksoziologe und Philosoph Theodor W. Adorno ist einer der wichtigsten Unterstützer in dieser Schaffensphase. Thomas Mann nennt ihn "seinen wirklichen geheimen Rat" und greift nicht zuletzt im Teufelsgespräch auf Adornos Philosophie der neuen Musik zurück.

PETER FRICKE steht mit seiner Vortragskunst in der Tradition der großen Vorleser und Rezitatoren – er stellt nicht mehr dar, sondern macht sich zum Medium der Poesie, wodurch er den poetischen Augenblick Wirklichkeit werden lässt. Erste Lesungen gab er 1964 an der Städtischen Bühne Frankfurt. Von da an ist er in Lesungen, Features und Hörspielen an allen deutschen Hörfunksendern zu finden. Es folgen Dichterlesungen (Schiller, Goethe, Hölderlin, Rilke, Benn, Heine, Arrabal) in Deutschland und im Ausland ( Schweiz, Italien, Frankreich, Norwegen).
 Mit einem Prof. h. c. wird Peter Frickes Einsatz zur Vermittlung der Dichter in deutscher Sprache gewürdigt. Im Musiktheater war er in Zürich, München und Nürnberg der von Orff gewünschte Albrecht in seiner „Bernauerin“, er wirkte in München im Herkulessaal konzertant in Honnegers „Heiliger Johanna“ und Schumanns „Manfred“ (Rafael Kubelik) mit und war im Cuvelliés-Theater in München als Teufel in Strawinskys „Geschichten vom Soldaten“, sowie mit den Münchner Philharmonischen Solisten und dem BR-Symphonieorchester in allen Sprechrollen des Stückes konzertant zu hören. Im Münchner Gasteig war er der Erzähler in Strawinskys „Ödipus“, in Zürichs Tonhalle „Egmont“ zu Beethovens Musik (Ferdinand Leitner). Diese Figur hat er unter Rudolf Noeltes Regie später in Düsseldorf gespielt. In der Alten Oper in Frankfurt trat er im „Peer Gynt“ (Gert Albrecht) auf, im Prinzregententheater in München sprach er irische Lyrik zum Osterkonzert (Lorin Maazel). Peter Fricke realisierte verschiedene Projekte mit Wort und Musik zusammen mit Helen Donath und Kurt Moll.
Das LEIPZIGER STREICHQUAETETT zählt weltweit zu den gefragtesten und vielseitigsten Ensembles. Seit seiner Gründung 1988 erhielt das Quartett viele Preise und Auszeichnungen. Eine weltweite Konzerttätigkeit führte das Quartett bisher in mehr als 40 Länder.

Preiskategorien: 23,-

großer Saal

Veranstalter: Ernsting Stiftung Alter Hof Herding

Mitwirkende:

  • Rezitation:
  • Peter Fricke
  • Leipziger Streichqaurtett:
  • 1. Violine: Conrad Muck
  • 2. Violine: Tilman Büning
  • Viola: Ivo Bauer
  • Vioncello: Matthias Moosdorf

 

Programm:

  • F. Schubert: 1. Satz aus dem Streichquartett d-moll D810
  • TH. W. Adorno: 6 Studien für Streichquartett
  • A. Webern: 6 Bagatellen für Streichquartett op. 9
  • J. Cage: Music for four (simultan zur Lesung)
  • L. van Beethoven: 3. Satz aus dem Streichquartett a-moll op. 132
Popchor und Tanzcamp