Klirrend, fauchend, klangvoll
Ausnahmemusiker Gililov und Altstaedt im Konzert Theater Coesfeld
Coesfeld. „Das klirrt, faucht, schnarcht, scheppert, schnarcht, brummt“ – bei dieser Formulierung zuerst an einen Cellisten zu denken, der für seine Virtuosität und seine „perfekten Finger“ bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, liegt fern. Doch genau diese Eigenwilligkeit macht Nicolas Altstaedt zu einem Ausnahmekünstler – durch seine Spieltechnik verleiht er klassischen Werken unentdeckten Nuancenreichtum und eine aufregende Wirkung. Nach zahlreichen Auftritten auf internationalem Parkett gastiert der 27-Jährige nun am 14. März 2010 um 18 Uhr im Konzert Theater Coesfeld.
Altstaedts Partner an diesem Abend ist doppelt so alt wie er, gestandener Musikprofessor und gefragter Klaviersolist: Pavel Gililov. Der gebürtige Russe war gerade acht Jahre alt, als er von dem berühmten russischen Komponisten Dmitri Kabalewski entdeckt wurde, das Klavierstudium in St. Petersburg aufnahm und später mit Auszeichnung abschloss. Heute arbeitet Gililov unter anderem als Professor für Klavier an der Musikhochschule Köln und ist Jurypräsident des internationalen Wettbewerbs „Beethoven Competition for piano Bonn“ unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler. Altstaedts Karriere dagegen ist noch jung, aber mehr als vielversprechend – von der Fachpresse wird er bereits heute als einer der interessantesten und aufregendsten Künstler seiner Generation gefeiert.
Was die Musiker trotz der augenfälligen Unterschiede verbindet, wird nach den ersten gemeinsamen Takten klar: Beide besitzen eine außerordentliche musikalische Begabung, die sie an dem musikalischen Abend in Coesfeld in Meisterwerken von Schumann, Brahms und Chopin unter Beweis stellen werden.